Querbeetgeläster


Die Nachrichten in diversen Internet-Nachrichtendiensten sind mal wieder außerordentlich informativ und überraschend niederschmetternd. Terrorwarnungen on mass, Wirtschaftskriminalität und natürlich je Menge freundliche Worte über tolle Politik und nette Politiker. Ach ja, und dann gibts da noch die Katastrophenmeldungen.  Da wird zum Beispiel vom Elbehochwasser geschrieben, welches in diesem Jahr mal wieder einige Dämme und viele Rekorde brach. Für die Beteiligten waren die Dämme mehr als nur einen Blick wert, und das Halten der Dämme höchst wünschenswert. Für den unbeteiligten und sensationslüsternden Fernsehzuschauer galt natürlich das Motto „Die Dämme müssen weg“.

Wenn dieser Wunsch erfüllt wurde, dann bekamen viele Durchschnittsdeutsche tatsächlich ihren ehrenwerten Hintern aus dem Sessel hoch und statteten dem multimedial perfekt ausgeschlachteten Katastrophengebiet mit Picknickkorb und Spiegelreflexkamera einen Besuch ab. He, das ist besser als HD-TV. Dann sag mal noch jemand, der Deutsche ineressiert sich nur für seinen eigenen Mist. Mit der Einführung eines wirklich funktionierenden und effektvoll erscheinenden 3D-Fernsehens wird dieser Tourismus schnell der Vergangenenheit angehören. Dann endlich kann jeder (der das gern möchte) Dreck, Elend, Leid direkt ins Wohnzimmer holen. Der wird zwar davon an seiner Ursprungsquelle nicht geringer, aber wen stört das schon, bis vielleicht auf die paar Beteiligten, welche seit Tagen auf dem Dach ihres Hauses auf Rettung warten.

Auch die Sportberichterstattung ist derzeit ungewöhnlich unterhaltsam. Ein deutscher Skispringer unter den Top10 eines Weltcup-Springens, yeah, wir sind wieder Weltspitze! Oder wenigstens nahe dran. Doch als Wintersport-Purist lasse ich an dieser Stelle sämtliches Lästern und neige mich eher meinem Lieblingssport zu – Fussball!
Was tut man, wenn man als Abo-Meisterschaftsfavorit eine bislang wenig erfolgreiche Saison spielt und die Aussicht auf einen erneuten Meisterschaftsgewinn in weite Ferne gerückt ist? Richtig – man lästert. Und zwar besser als ich es je könnte. Wobei, wann auch immer ein Funktionär oder Spieler eines besimmten Münchener Schikeria-Clubs den Mund aufmacht, es findet sich stets jemand, der sich davon angesprochen und halbwegs hinlänglich beschimpft fühlt. Nein, ich bin kein Bayern-Fan. Und so ähnelt die Fußball-Bundesliga manchmal mehr mit einem Rhetorikkurs oder einem Debattierclub. Und das, was sich teilweise auf dem Rasen abspielt, unterstreicht das eben gesagte. So halten wir uns also an uralte Weisheiten, die da besagen, dass Bayer Leverkusen nicht Meister wird und zum anderen Lüdenscheid Nord in diesem Jahr wohl seit langem mal wieder besser als der FC Gelsenkirchen abschneiden wird, der ebenfalls niemals Meister wird. Bis demnächst…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s