Grübeleien


Bin eben auf der Toilette (ich will beim guten Ton bleiben und schreibe deshalb nicht „beim Pinkeln“) zu bahnbrechenden Selbsterkenntnissen gelangt. Und zwar grübelte ich über den Gedanken, dass es recht einfach ist, sich selbst für nen Wichser zu halten. Halt nur eine Frage der Selbsteinschätzung gewürzt mit viel Selbstironie.

Und kurz bevor ich meinen Toilettenbesuch mit dem Akt des Händewaschens beschließen wollte glomm so ein kleiner Funken Wahrheit in mir auf. Sich selbst gedanklich einen Wichser zu nennen ist nichts gegen die brutale Selbsterkenntnis tatsächlich ein unangenehmer Mensch zu sein. Und sich das tatsächlich auch einzugestehen.

Ich meine, wer ist schon stolz darauf, grübelnd an eine höhere Wahrheit zu erlangen, die einem überhaupt nicht schmeckt. Okay, das letztere nehme ich zurück. Es soll Menschen geben, denen Gott keinen Mangel an Selbsteinschätzung in die Wiege legte und die dennoch gut damit leben können. Ehrlich und wahrhaftig.

Bin ich nun ein Fall für Freuds rostigem Hinterkopfbohrer, wenn ich mir über das Problem einer himmlischen Selbsterkenntnis beim Toilettengang den Kopf zerbreche? Und wie ist eigentlich die Steigerung von Wichser laut dem alltäglichen superlativen Größenwahn? Hank hätte sicher längst die Lösung inpetto.
Denkt mal drüber nach! Geht in euch und habt Spaß dabei!

weitere Grübeleien folgen bestimmt…

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Schlaflos in Dresden


Yeah, Dönerstag – die Woche ist fast geschafft! Immer noch Dresden, immer noch müde (Hank ist schuld!) und immer noch kein Heimweh! Auch wenn das Wetter hier Gandalf dem Grauen vergleichsweise farbenfroh erscheinen lassen würde, daheim schauts sicher kaum besser aus. Statt Schnee wahrscheinlich Regen, würg…

Mit der Müdigkeit ist das so eine Sache. Kaffee ist keine Lösung, frische Luft ist Mangelware, die Motivation ist am Boden. He, ich denke es ist Dönerstag?

Noch immer brüte ich über ’nen kleinen Text über einen bestimmten Internetdienstleister mit einer mathematischen Gleichung als Firmennamen und deren Kundendienst, welcher scheinbar außerstande ist, diese Gleichung zu lösen. Es ist nicht einfach eine Menge Frust in wohlformulierte Worte zu fassen und dabei nicht übelsten Rufmord zu begehen.

Naja, dafür habe ich ein paar eklige Grübeleien aufgeschrieben und nun direkt auf de Seite geladen. Ein Text, in dem  ich der Tatsache ein wenig Rechnung trage, dass die Gossensprache immer mehr Einzug in unser Leben hält. Goethe wäre sicher verzückt.

New kids on the…


… ihr wisst schon. Blog oder so…  Im TV läuft gerade irgendwas irrwitziges mit Paul Panzer und ich vermisse Dresden. 

 Mein Hund war überglücklich (ich bin ein Hundeversteher (und das ist selbst mir neu (was mich ziemlich erstaunt (und mich erstaunt nicht mehr sehr viel (in Anbetracht des aktuellen TV-Programms auch nicht verwunderlich))) einmal Klammer fehlt noch) … ach ja mein Hund, also dieser war nun wirklich sehr erfreut, mich wieder daheim zu begrüßen. Und wie, naja, wenigstens ein weibliches Wesen, welches sich über meine Anwesenheit daheim wirklich zu freuen scheint. 

Und sonst? Okay, noch ein paar Worte zur wirklich beeindruckenden Heimkehr. Ich sitze da also im Flieger, hab ein paar Minuten Verspätung und einen zwölf Jahre alten Whisky in der Hand. Und nun bitte Stille und viel Vorstellungsvermögen: In Dresden ging soeben die Sonne unter und mein Flieger schwingt sich in die Höhe.

Und jetzt kommt’s… die Sonne geht wieder auf. Und zwar im Westen!!! Nein, nicht der Whisky war schuld (denn dazu wären mehr als 5cl nötig). He, ich sehe da die Sonne im Westen aufgehen. Ein Hammer! Mein Airbus sorgt halt mit Flugrichtung und Flughöhe für diese astronomische Kuriosität und ich genieße diese aus vollen Zügen. Der nun folgende Sonnenuntergang zieht sich über romantische fünfzig Minuten und ich bedaure aus ganzem Herzen diesen Moment allein genießen zu müssen.

Im Landeanflug geht’s über Mr. Vize höchstpersönlich hinweg, also Vizekusen bzw. Abo-Vizemeister. Auch wenn ich diesen Verein aus ganzen Herzen verachte, beeindruckend ist dieser Blick aus dem Flugzeug hinab ins ausgebaute Stadion auf jeden Fall.

So, ich mache mich nun vom Acker. Und auch wenn ich Hank als Mentor mehr als nur begrüßen würde… ich hasse euch nicht. Nein, nicht wirklich. Warum auch.  😉

Make my day


Mein Tag beginnt mit unbarmherziger Lärmbelästigung durch kleines böses Ding namens Wecker. Doch unmöglich direkt aus dem Bett zu springen. 

Nein, Dösen heißt das Zauberwort, aber nee, wenn ich jetzt nicht aufstehe, dann ist das Bad für die nächste halbe Stunde vom Sprössling besetzt. Also hoch. Ich spare mir an dieser Stelle die Schilderung von Einzelheiten der Reinigung und Pflege meines Astralkörpers. 
Anschließend, wahrscheinlich immer noch im Halbschlaf gehts (natürlich inzwischen in feinstem Zwirn gekleidet) in die Küche. Hier werden in aller Schnelle die nötigsten Utensilien zusammengepackt, die einem das kulinarische Überleben am Arbeitsplatz ermöglichen.
Und schon sitze ich im Auto, orientiere mich an der Fahrbahnmarkierung und peile den Freiraum zwischen Fahrbahnmitte und Seitenlinie an. Eine Umleitung, vier mal Kreisverkehr und ein paar Kilometer später stelle ich das Fahrzeug ab, belästige eine Stechuhr und hole mir nen Kaffee. Einen Arbeitstag, viele Kaffee und zuviel penetrantes Telefongeklingel später setze ich mich erneut in mein Auto.
Kurze Zeit später werde ich zum ersten mal an diesem Tag von einem Wesen begrüßt, dass sich wirklich und wahrhaftig über meine Anwesenheit freut – mein Hund. Zum Dank dafür gehe ich mit meinem vierbeinigen Freund eine Runde spazieren. Um dann im Anschluss etwas für meine Figur zu tun – es ist halt nie zu spät, denke ich und steige vom Hometrainer herunter.
Nun noch ein halbwegs schmackhaftes Abendessen zusammenrühren und dann ab vor die Glotze. Eigentlich ist nun Zeit sich auf den Matratzenhorchdienst vorzubereiten, womit der Tag gelaufen und eine weitere Chance vertan ist, etwas außergewöhnliches aus diesem Tag zu machen. 
Keine Zeit zum Jammern – Morgen ist zum Glück MEIN TAG!

Von Brettern Balken und Bohlen


oder: Was zeichnet einen Vollpfosten aus?

Endlich gönne ich mir die Erfüllung eines lang schon gehegten Wunsches. Ich werde vor meinem hightech-HD-Flachbildschirm knieend einem Popp-Titan huldigen. Einem mächtigen Geschöpf, einem Wesen, dem man bedenkenlos die Weltherrschaft übereignen möchte.

Obwohl, Titan? Sind das nicht die ekelhaften Viecher, die Göttervater Zeus tief unter die Erde verbannte? Dies tat er sicher nicht völlig grundlos! Und nun hat wohl eines dieser Mistdinger die lange Einkerkerung hinter sich gelassen um in verschärfter Form über die Menschheit herzufallen.

Unser Titan mit dem feisten Grinsen im Gesicht und seinem Fickfrosch als Spielzeug. Leute, ich will wirklich nicht übertreiben, und so glaubt mir – dieser Mann ist ein Gott, ein Übermensch, ein Wesen, nicht von dieser Welt! Und wie er mit seinen Jüngern umgeht – ist das nicht herzallerliebst? Diese frechen verpickelten Dinger und ein paar in der Pupertät steckenden Mamasöhnchen, die allesamt ihre Hirne zu Forschungszwecken der Uni Tübingen übereigneten, haben soviel Liebe doch gar nicht verdient. Die Herren Forscher dieser Uni wagen demnächst einen Versuch, der beweisen soll, dass Dummheit tatsächlich greifbar ist.

Erst castet unser Pop’l-Titan seine Jünger – nur das frischeste knackigste Fleisch kommt durch. Anschließend kocht er oder sie oder beides, ganz egal, auf kleiner Flamme. Zum krönenden und alles verschlingenden Schluss verspeist er diese unschuldigen mediengeilen Nichtsnutze und ein paar Brocken gönnt er seinen Fucking Frog. Von Irgendetwas muss sich schließlich diese elende Kröte ernähren.

Immer noch vor der Glotze hängt inzwischen meine Zunge bis zum Boden, die Augen quellen anbetungsvoll strahlend aus den Höhlen und der Geifer tropft aufs Parkett. Man ist dieser Typ geil!!!

In seiner erhabenen Art stets das Beste im Menschen zu fördern, also auch ungeahnte Talente hervorzubringen, lies er sich feuchtwarme übel riechende Luft aus talentierten Hintern ins Gesicht blasen und unförmige überproportionierte aber scheinbar auch talentierte Milchdrüsen weiblicher Wesen um die Ohren wedeln. Wenn das nicht Aufopferung in Rheinform ist.

Ich kann es einfach nicht fassen einer Generation anzugehören, die privilegiert ist, Zeitzeuge dieser Lichtgestalt zu sein. Um meine innige Verbundenheit zu offenbaren, habe ich mir fest vorgenommen, künftige Auftritte dieses einzigartigem Exemplars abendländischer Fernsehkultur mit spontanen Aktionen zu würdigen. Kraftvolles Schlagen mit dem Kopf gegen eine sanfte Betonwand, oder liebevolle Tritte gegen den teuren Fernseher – Hauptsache ich vermittle meinem hoch geschätzten Umfeld die Art von Intelligenz, welche notwendig ist um diesen Scheiß allabendlich auf RTL zu ertragen. Yippie ya yeh Schweinebacke!

Wenn man sich erstmal daran gefoehnt hat


Was gibts schönes als mal wieder ein paar Tage im Sinne der (fast) freiwilligen Informationsgewinnung, sprich einem Lehrgang, in der selbsterwählten Lieblingsstadt zu verbringen. Ein chaotischer Beginn sorgte bislang für föhnartige Gefühle. Der Armbanduhr fehlte der Antrieb weiter mit Pünktlichkeit zu glänzen und so blieb sie einfach stehen. Das Gefühl der Hilflosigkeit verstärkte sich noch, als ich merkte, dass sich die Sohle meines rechten (erst vor zwei Monaten gekauften) Schuhes sich amöbengleich vermehrte.

Die Teilung der Sohle vollzog sich quer dem Sohlenmuster folgend. Zum einen dankte ich Gott für trockene Wege auf meiner Reise zum nächsten Deichmann, zum anderen stellte ich bald fest, dass sich der zweite Schuh ein Beispiel an ersterem nahm. Dies war nun wirklich deprimierend. Aber nur noch von kurzer Dauer.

Das Wetter, gestern heiter – heute bedeckt – morgen Schnee, sagt mir, dass die Biergärten hier noch ein paar Tage auf meinen Besuch warten müssen. Für die Sportsbar fehlen die sportlichen Highlights und der Sonnenuntergang gegen 16:30 Uhr sorgt nicht unbedingt für Sightseeing-Gefühle. Was will ich also hier? Dies herauszufinden mag also meine Aufgabe bis zum Ende meiner Tage in Dresden sein.
Kumpel Hank wird mir sicher mit seinem Sarkasmus und seinem Hang für peinliche Momente dabei helfen. Und ehrlich gesagt sind knappe zwei Wochen auch keine Ewigkeit, also kaum Zeit für Langeweile.

Das Leben geht weiter und der nächste Eintrag folgt in Kürze…

Querbeetgeläster


Die Nachrichten in diversen Internet-Nachrichtendiensten sind mal wieder außerordentlich informativ und überraschend niederschmetternd. Terrorwarnungen on mass, Wirtschaftskriminalität und natürlich je Menge freundliche Worte über tolle Politik und nette Politiker. Ach ja, und dann gibts da noch die Katastrophenmeldungen.  Da wird zum Beispiel vom Elbehochwasser geschrieben, welches in diesem Jahr mal wieder einige Dämme und viele Rekorde brach. Für die Beteiligten waren die Dämme mehr als nur einen Blick wert, und das Halten der Dämme höchst wünschenswert. Für den unbeteiligten und sensationslüsternden Fernsehzuschauer galt natürlich das Motto „Die Dämme müssen weg“.

Wenn dieser Wunsch erfüllt wurde, dann bekamen viele Durchschnittsdeutsche tatsächlich ihren ehrenwerten Hintern aus dem Sessel hoch und statteten dem multimedial perfekt ausgeschlachteten Katastrophengebiet mit Picknickkorb und Spiegelreflexkamera einen Besuch ab. He, das ist besser als HD-TV. Dann sag mal noch jemand, der Deutsche ineressiert sich nur für seinen eigenen Mist. Mit der Einführung eines wirklich funktionierenden und effektvoll erscheinenden 3D-Fernsehens wird dieser Tourismus schnell der Vergangenenheit angehören. Dann endlich kann jeder (der das gern möchte) Dreck, Elend, Leid direkt ins Wohnzimmer holen. Der wird zwar davon an seiner Ursprungsquelle nicht geringer, aber wen stört das schon, bis vielleicht auf die paar Beteiligten, welche seit Tagen auf dem Dach ihres Hauses auf Rettung warten.

Auch die Sportberichterstattung ist derzeit ungewöhnlich unterhaltsam. Ein deutscher Skispringer unter den Top10 eines Weltcup-Springens, yeah, wir sind wieder Weltspitze! Oder wenigstens nahe dran. Doch als Wintersport-Purist lasse ich an dieser Stelle sämtliches Lästern und neige mich eher meinem Lieblingssport zu – Fussball!
Was tut man, wenn man als Abo-Meisterschaftsfavorit eine bislang wenig erfolgreiche Saison spielt und die Aussicht auf einen erneuten Meisterschaftsgewinn in weite Ferne gerückt ist? Richtig – man lästert. Und zwar besser als ich es je könnte. Wobei, wann auch immer ein Funktionär oder Spieler eines besimmten Münchener Schikeria-Clubs den Mund aufmacht, es findet sich stets jemand, der sich davon angesprochen und halbwegs hinlänglich beschimpft fühlt. Nein, ich bin kein Bayern-Fan. Und so ähnelt die Fußball-Bundesliga manchmal mehr mit einem Rhetorikkurs oder einem Debattierclub. Und das, was sich teilweise auf dem Rasen abspielt, unterstreicht das eben gesagte. So halten wir uns also an uralte Weisheiten, die da besagen, dass Bayer Leverkusen nicht Meister wird und zum anderen Lüdenscheid Nord in diesem Jahr wohl seit langem mal wieder besser als der FC Gelsenkirchen abschneiden wird, der ebenfalls niemals Meister wird. Bis demnächst…